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filmografie

Der Augenblick des Lichtbilds verschmilzt mit der Dynamik des Films.

Er wird aus seiner Bewegungslosigkeit befreit und verliert seine Grenzen im Fluss der Zeit.

Die Zeit wird zur Fläche.

Die zwei Dimensionen der filmografie kondensieren Weite, Dauer und Momentaufnahme.

Kontinuität und Gleichzeitigkeit existieren als neue Einheit.

Die Wahrnehmung des Betrachters gewinnt ein neues Ausmaß.

 

 

Idee

Die Synthese aus Film und Fotografie, ein Zeitablauf in einem Bild.

 

Entwicklung

Nach der Ausbildung zum Fotografen im Fotostudio Kleinhempel begannen der Lichtkünstler Ingo Sikorski und ich mit Unschärfen, Fehlbelichtungen, Mehrfachbelichtungen eines Films zu arbeiten um das Kleinbildraster zu eliminieren. Einen Kleinbildfilm als ein Bild zu belichten und zu begreifen, das war es, was wir wollten. Die Realität abbilden und dem Betrachter mehr als nur optisches Futter geben – ein Gefühl, eine Seele legten wir in unsere Fotografien.

In dieser Zeit entstand auch die erste filmografie AN_001_der anfang. Während einer Autofahrt durch den Elbtunnel belichtete ich einen unbelichteten Film beim Zurückspulen. Die Fliesen an der Wand und das Wellenförmige aufgrund meiner unruhigen Haltung der Kamera lassen dem Betrachter viel Raum für eigene Gedanken und legen ihn nicht fest. Es gab für mich einen anderen, wichtigen Aspekt dieser Art der Fotografie. Ich kann damit die Zeit anders, als bei der herkömmlichen Fotografie einfangen. Ich zeige keinen Moment sondern einen Zeitablauf. Dies ist schön zu sehen bei WA_002 sylter welle. Die Welle baut sich auf, bricht und schäumt nach.

1996 begann ich mit dem ersten Umbau einer Spiegelreflexkamera. Die ersten Teile besorgte ich mir aus dem Modellbauladen. Danach liess ich einige Teile anfertigen, was ewig brauchte. Daraufhin besorgte ich mir eine Drehbank und eine Fräse und stellte die benötigten Teile selbst her. Es folgten in den darauffolgenden Jahren Weiterentwicklungen, sowie der Umbau einer Linhof-Technika

Damit ich die Kamera auch im Studio nutzen konnte baute ich verschiedene Dreh- und Bewegungsmechanismen sowie ein Modul zur exakten Geschwindigkeitssteuerung.

2001 war es dann soweit. Ich wollte meine filmografien einem Publikum vorstellen und machte meine erste Ausstellung im Audio-Medien-Center Reifenrath.

Die Hamburger Wasserwerke gestalteten ihren Geschäftsbericht 2002 mit meinen filmografien.

Zeitfluss, eine Gemeinschaftsausstellung mit Ingo Sikorski und dem Musiker Thomas Martin im Dorint-Airport-Hotel in Hamburg, zeigte interessante Symbiosen sowohl aus Klang und filmografie als auch aus Licht und filmografie.

Es folgten weitere Ausstellungen und Gestaltungen mit meinen Arbeiten

Seit 2014 filmografiere ich überwiegend digital.

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